HT16-Intensivstufe Hand III
"Hand und Schienenbau Teil II"
Dieses Modul richtet sich an erfahrene Handtherapeutinnen und Handtherapeuten, die ihr Wissen im Bereich des Schienenbaus gezielt erweitern möchten.
Im Fokus stehen die besonderen Anforderungen, die sich aus rheumatologischen und neurologischen Krankheitsbildern ergeben.
Sie setzen sich intensiv mit pathomechanischen Aspekten dieser Erkrankungen auseinander und lernen, deren Auswirkungen auf die Planung und Herstellung von Schienen differenziert zu berücksichtigen.
Im rheumatologischen Kontext werden Sie mit den Indikationen und Kontraindikationen von Schienen vertraut gemacht und lernen, worauf es bei der Herstellung funktioneller und korrigierender Schienenformen ankommt.
Besonderheiten im Materialeinsatz sowie die zielgerichtete Anpassung an deformierte Strukturen werden ebenso thematisiert wie weiterführende theoretische Ansätze zur Schienenversorgung in der Rheumatologie.
Auch neurologische Krankheitsbilder stellen spezielle Anforderungen an den therapeutischen Schienenbau.
In diesem Modul erarbeiten Sie sich fundierte Kenntnisse über die Auswirkungen neurologischer Schädigungen auf die Handfunktion und übertragen dieses Wissen gezielt auf die Anfertigung statischer und dynamischer Schienen.
Sie entwickeln Schnittmuster und setzen diese praktisch um, insbesondere im Hinblick auf periphere Nervenläsionen.
Ergänzend lernen Sie weitere Schienenkonzepte im neurologischen Bereich kennen und reflektieren deren Einsatzmöglichkeiten.
Das Ziel dieses Moduls ist es, Ihnen ein vertieftes Verständnis für die pathomechanischen Hintergründe rheumatischer und neurologischer Erkrankungen zu vermitteln und dieses Wissen sicher auf die Schienenversorgung zu übertragen.
Sie lernen, die Besonderheiten des Schienenbaus in beiden Fachbereichen gezielt zu beachten und gewinnen umfassende Sicherheit im praktischen Umgang mit thermoplastischen Materialien.
Darüber hinaus sind Sie nach Abschluss des Moduls in der Lage, unterschiedliche Therapiemodelle hinsichtlich des gezielten Einsatzes von Schienen zu analysieren, anzuwenden und in den Therapiealltag zu integrieren.
Die Inhalte der Module HT7 und HT16 kurz erklärt:
Inhalte der Veranstaltung:
- Schienen in der Rheumatologie
- Pathomechanische Aspekte und deren Auswirkung auf den Schienenbau
- Indikationen/Kontraindikationen von Schienen in der Rheumatologie
- Besonderheiten des Schienenbaus in der Rheumatologie
- Herstellung diverser Schienen zur Korrektur rheumatischer Deformitäten
- Vorstellung weiterer Schienen in der Rheumatologie in Theorie
- Herstellung: Knopflochring, Schwanenhalsring, Daumenhülse, Antiulnardeviationsspange, kombinierte Lagerungsschiene
- Schienen in der Neurologie
- Wichtige Aspekte neurologischer Pathologien und deren Auswirkungen auf den Schienenbau
- Indikationen/Kontraindikationen von Schienen in der Neurologie
- Besonderheiten des Schienenbaus in der Neurologie
- Herstellung von Schnittmustern und Bau verschiedener statischer und dynamischer Schienen nach Schädigung peripherer Nerven: dynamische Radialisersatzschiene, dynamische Ulnarisersatzschiene und statische Medianusersatzschiene
- Erläuterung weiterer Schienen in der Neurologie in Theorie
Lernziele:
Pathomechanische Aspekte rheumatischer und neurologischer Erkrankungen im Schienenbau kennen und beachten lernen
Besonderheiten des Schienenbaus bei rheumatischen und neurologischen Erkrankungen kennenlernen
Kenntnisse in der Anpassung von thermoplastischen Schienen mit dem Schwerpunkt rheumatischer und neurologischer Erkrankungen erlangen
Therapiemodelle hinsichtlich der Applikation von Schienen in der Rheumatologie und Neurologie erarbeiten und praktisch umsetzen können
Weitere Kursinformationen:
Teilnehmerzahl: | max. 18 Teilnehmer |
Unterrichtseinheiten: | 16 |
Fortbildungspunkte: | 16 |
Seminarzeiten: | 09.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr |
Seminargebühren: | 460 EUR (inkl. Materialkosten und farbigem Handout) |
Lernen mit Plan: Intensivwoche oder Einzelmodul:
Die Module HT7 und HT16 werden im Rahmen einer Intensivwoche gebündelt angeboten. Selbstverständlich können die Module auch einzeln belegt werden.
Die Termine und Anmeldung:
Veranstaltungsorte und Kontakte:
Eine Übersicht der Kontaktdaten der einzelnen Veranstaltungsorte steht Ihnen hier zur Verfügung.
Dieses Fachbuch ist zusätzlich erhältlich:
Das Fachbuch "Anatomie und Biomechanik der Hand" ist mit weiterführenden Inhalten zusätzlich erhältlich.
Anatomisches Fachwissen – Präzise, anschaulich und praxisorientiert
Umfassende Kenntnisse der Handanatomie und -biomechanik sind entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Dieses Werk bietet einen detaillierten Einblick in die komplexe Struktur und Funktionsweise der Hand, einschließlich des Zusammenspiels von Strukturen wie DRUG und TFCC, die häufig zu wenig Beachtung finden.
Klinische Bezugnahmen und anschauliche Abbildungen unterstützen das Verständnis, während der zweite Teil des Buches mit „Anatomie in vivo“ das erlernte Wissen praktisch vertieft.
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