Physiologie und Pathologie der Gelenkkapsel

bei Immobilisation

Ein Artikel von Silvia Dirks

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Leseprobe

1. Anatomie:
Das Gelenk besteht aus den Gelenkkörpern, deren Gelenkflächen von hyalinem
Knorpelgewebe überzogen sind, sowie aus der Gelenkkapsel. Die Kapsel ist eine
Fortsetzung der Knochenhaut (Periost) und umschließt das Gelenk. Sie besitzt eine
äußere straffe, kollagenfaserige Schicht (Membrana fibrosa) und einer innere locker
gebaute, gefäß- und nervenreiche Gelenkinnenhaut (Membrana synovialis). Kräftige
Bänder (Ligamenta) aus kollagenem Gewebe überziehen die Gelenkkörper oder
verstärken zum Teil die äußere Membrana fibrosa. Je nach Funktion werden sie als
Verstärkungsbänder (für die Gelenkkapsel), Führungsbänder (bei Bewegungen) oder
Hemmungsbänder (zur Bewegungseinschränkung) bezeichnet. In der Regel kann
man die Ligamente nicht vom Kapselgewebe isolieren. Sie sind von zahlreichen
sensiblen Endorganen durchsetzt, die für die propriozeptive Steuerung des Gelenkes
wichtig sind.
Das Stratum synoviale besteht in der dem Gelenkinnenraum zugewandten Schicht
aus zwei Zelltypen, deren Ernährung aus dem darunterliegenden lockeren
Gefäßbindegewebe gewährleistet wird...

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