Schmerzen im Ellenbogen reduzieren

Ergotherapie bei lateraler Epicondylopathie

Schmerzen sind das Hauptsymptom beim Tennisellenbogen bzw. der lateralen Epicondylopathie.

Und nein, man muss kein Tennisspieler sein, oft sind es auch Fehlhaltungen bei der Arbeit, einseitige Belastungen oder schweres Heben, die zu den Beschwerden führen.

Ergotherapie kann dabei helfen, Schmerzfreiheit zu erreichen und die Belastbarkeit der Muskeln auf die Alltagsbelastungen anzupassen.

Ein Artikel von Frau Theresa Abel, erschienen in der Fachzeitschrift "ergopraxis" Ausgabe 9/20 des Thieme Verlages.

Den kompletten Artikel finden Sie hier [4.213 KB] .

Mit freundlicher Genehmigung des Thieme Verlags.
Link: www.thieme.de/ergopraxis

Leseprobe:

Frau L. hat seit drei Monaten zunehmend stärkere Schmerzen am seitlichen linken Ellenbogen und vereinbart einen Termin bei ihrem Hausarzt. Nach der Untersuchung stellt er die Diagnose Tennisellenbogen (ICD-10-Code M77.1). Er schreibt
Frau L. für zwei Wochen arbeitsunfähig und verordnet zweimal wöchentlich motorisch-funktionelle Ergotherapie.

Die Belastungen übersteigen die Belastbarkeit der Extensoren
In der Literatur findet man für den Tennisellenbogen bzw. die laterale Epicondylopathie verschiedene Synonyme, zum Beispiel Epicondylopathia radialis humeri, Epicondylagie radialis humeri oder Epicondylose radialis humeri. Der Begriff Epicondylitis wird immer seltener verwendet, da es sich ursächlich nicht um einen klassischen Entzündungsprozess handelt.

Die Erkrankung entsteht, wenn die Handgelenks- und Fingerextensoren überbeansprucht werden und so die Muskulatur am lateralen Epicondylus wiederholt Mikrotraumatisierungen ausgesetzt ist. Es entsteht ein degenerativer Prozess, welcher dann zu kleinsten Einrissen im Sehnenursprung führt.

Ursächlich besteht ein Ungleichgewicht zwischen der Belastbarkeit der Strukturen und den Belastungen, denen sie ausgesetzt sind. Um langfristig Schmerzfreiheit zu erreichen, ist es wichtig, die Belastbarkeit dieser Muskeln auf die individuellen Alltagsbelastungen anzupassen. Etwa ein bis drei Prozent der Bevölkerung erkranken an lateraler Epicondylopathie, dabei Frauen wie Männer gleichermaßen. Die Meisten sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. In der Regel ist der dominante Arm betroffen.

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