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62. Ergotherapie-Kongress 2017 des DVE

Zwischen Histamat und fachlichem Rat

Reges Interesse fand sich auf dem Ergotherapiekongress an unserem Stand vor allen Dingen für die Nadelreizmatten. Dass man sich da wirklich drauflegen könnte, erstaunte manche ebenso sehr, wie andere begeistert nickten und über eigene Erfahrungen mit dem Therapiemittel berichteten. Natürlich kam es auch zu weiteren interessiertem Erfahrungsaustausch am und um den Stand zu verschiedenen Therapiemitteln. Doch es wurde auch des Öfteren einfach nach kollegialem Rat zu Problemen mit Patienten gefragt oder gar selbst um die Lösung eines Problems gebeten, weil Finger, Daumen, Handgelenk, Ellenbogen oder Nacken auch Ergotherapeuten störende Probleme bereiten können. So herrschte in der Stadthalle von kurzen Pausen einmal abgesehen, in denen Vorträge oder Workshops besucht werden, ein ständiges leises Murmeln unter dem halbrunden Hallengewölbe.
Doch sind kurze Pausen auch immer die Gelegenheit für Aussteller, einmal untereinander ins Gespräch zu kommen, und über Neuerungen bei Schienenmaterial, Therapiesoftware oder Behandlungsansätze ins Gespräch zu kommen.

Die zwei Workshops, die unsere Referentin Rebecca Groth gehalten hat, wurden von den Teilnehmern gut besucht und angenommen. Themen waren „Das Daumensattelgelenk-aktive Stabilisationstechniken“ und „Tendovaginitiden am Handgelenk erkennen und behandeln“.

Ein kleiner Einblick in die Workshops:

Das Daumensattelgelenk-aktive Stabilisationstechniken
Das Daumensattelgelenk ist mit seiner großen Beweglichkeit an fast allen Greifbewegungen der Hand beteiligt. Allerdings macht die gute Beweglichkeit es auch anfällig für Arhtrose und Subluxationen. Der sehr komplex aufgebaute Bandapparat alleine schafft es gerade bei sehr beweglichen Menschen nicht mehr, das Gelenk sauber zu zentrieren und zu führen.
Aus therapeutischer Sicht besteht somit ein großes Interesse darin, wie das CMC I muskulär sicher geführt und beübt werden kann, wenn durch Subluxation bei Rhizarthrose oder Bandlaxität eine stabile und funktionelle Gelenkführung nicht mehr gewährleistet werden kann. Weiterlaufend gilt es das benachbarte MCP I vor Folgeschädigungen durch Hyperextension zu schützen.
Durch die spezifischen Zugwinkel der intrinsischen und extrinsischen Muskulatur ergeben sich trainierbare Stabilisations- und Schutzmechanismen, die in diesem Vortrag näher beleuchtet werden.
Tendovaginitiden am Handgelenk erkennen und behandeln“
Tendovaginitiden oder auch Sehnenscheidenentzündungen sind am Handgelenk ein häufig vorkommendes Krankheitsbild. Die häufigsten Behandlungsformen laut der gängigen Literatur sind Ruhigstellung, Injektionen oder Operationen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine therapeutische Intervention nicht bereits als weitere konservative Behandlungsmaßnahme vor einer möglichen Operation sinnvoll wäre und diese vielleicht sogar unnötig machen kann.
Im Workshop werden zum einen die theoretischen Grundlagen zur Entstehung, Befund und Behandlung der Tendovaginitiden erarbeitet. Der vorangegangenen Theorie folgend, werden die Testungen der Sehnenfächer sowie die Abgrenzungen zu anderen Pathologien der Hand praktisch erprobt und erarbeitet. Anschließend werden gemeinsam die Behandlungsmöglichkeiten am Beispiel des ersten dorsalen Sehnenfachs besprochen und in Partnerarbeit erprobt. Vor- und Nachteile rein exzentrischen Übens sowie auch rein konzentrischen Übens, wie sie in Einzelfallstudien beschrieben werden, werden in der Gruppe diskutiert werden.

Bildergalerie

Zum Glück Ergo

Wir laden Sie herzlich zu unserem Ergotherapie-Kongress 2017 nach Bielefeld ein.

„Zum Glück Ergo“ lautet das Motto, das Sie vielfältig im Programm (pdf) wiederfinden.

Und zum Glück starten wir in diesem Jahr mit dem Kongress auch schon am Donnerstag, so bleibt uns allen der Sonntag noch zur Erholung – also nicht versehentlich erst am Freitag kommen!

„Zum Glück Ergo“, das wird auch Matthias Prehm in seinem Eröffnungsvortrag aufgreifen, mit dem wir gemeinsam in den Kongress starten werden.

Und zum Glück gibt es auch wieder eine kongressbegleitende Ausstellung.

Und damit noch nicht genug, zum Glück gibt es wieder ein World Café, eine Posterausstellung und mit dem OT-Slam auch ein neues Format im Programm.

Stöbern Sie einfach mal.

Neben unserem Info-Stand waren wir natürlich auch wieder mit vielen interessanten Vorträgen und Workshops auf der Messe vertreten:

Thema Referentin Datum und Uhrzeit
Workshop: (Nr. A-WS01)
Das Daumensattelgelenk-aktive Stabilisationstechniken
Frau Rebecca Groth Donnerstag, 25.05.2017,
11.30-13.00 Uhr

Abstract:

Das Daumensattelgelenk ist mit seiner großen Beweglichkeit an fast allen Greifbewegungen der Hand beteiligt. Allerdings macht die gute Beweglichkeit es auch anfällig für Arhtrose und Subluxationen. Der sehr komplex aufgebaute Bandapparat alleine schafft es gerade bei sehr beweglichen Menschen nicht mehr, das Gelenk sauber zu zentrieren und zu führen.
Aus therapeutischer Sicht besteht somit ein großes Interesse darin, wie das CMC I muskulär sicher geführt und beübt werden kann, wenn durch Subluxation bei Rhizarthrose oder Bandlaxität eine stabile und funktionelle Gelenkführung nicht mehr gewährleistet werden kann. Weiterlaufend gilt es das benachbarte MCP I vor Folgeschädigungen durch Hyperextension zu schützen.
Durch die spezifischen Zugwinkel der intrinsischen und extrinsischen Muskulatur ergeben sich trainierbare Stabilisations- und Schutzmechanismen, die in diesem Vortrag näher beleuchtet werden.

Thema Referentin Datum und Uhrzeit
Workshop: (Nr. WS31-27-9)
Tendovaginitiden am Handgelenk erkennen und behandeln
Frau Rebecca Groth Samstag, 27.05.2017,
09.00-10:30 Uhr

Abstract:

Tendovaginitiden oder auch Sehnenscheidenentzündungen sind am Handgelenk ein häufig vorkommendes Krankheitsbild. Die häufigsten Behandlungsformen laut der gängigen Literatur sind Ruhigstellung, Injektionen oder Operationen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine therapeutische Intervention nicht bereits als weitere konservative Behandlungsmaßnahme vor einer möglichen Operation sinnvoll wäre und diese vielleicht sogar unnötig machen kann.
Im Workshop werden zum einen die theoretischen Grundlagen zur Entstehung, Befund und Behandlung der Tendovaginitiden erarbeitet. Der vorangegangenen Theorie folgend, werden die Testungen der Sehnenfächer sowie die Abgrenzungen zu anderen Pathologien der Hand praktisch erprobt und erarbeitet. Anschließend werden gemeinsam die Behandlungsmöglichkeiten am Beispiel des ersten dorsalen Sehnenfachs besprochen und in Partnerarbeit erprobt. Vor- und Nachteile rein exzentrischen Übens sowie auch rein konzentrischen Übens, wie sie in Einzelfallstudien beschrieben werden, werden in der Gruppe diskutiert werden.

Kongress-Ort

Stadthalle Bielefeld
Willy-Brandt-Platz 1
D-33602 Bielefeld
www.stadthalle-bielefeld.de

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des DVE:
https://dve.info/aus-und-weiterbildung/ergotherapie-kongress

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