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44. Jahreskongress der DGRh

Der 44. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) fand gemeinsam mit der 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) und der 26.Jahrestagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) vom 31. August bis 3.September 2016 in Frankfurt/Main statt.

Neben den klassischen Updates rheumatologischer Erkrankungen standen diesmal die seltenen bzw. weniger erforschten Erkrankungen im Vordergrund. So ging es zum Beispiel um lysosomale Speichererkrankungen in der Rheumatologie, wie z.B. dem M. Gaucher, der zu Knochenschmerzen und pathologischen Frakturen führt.

Ein Update gab es zum Beispiel zum Thema Schuppenflechte. So entwickeln 1/3 aller Psoriasis-Patienten eine Psoriasis-Arthritis. Eine Remission gibt es nie, da die Patienten eine genetische Disposition haben und ein Absetzen der Medikation einen Rückfall hervorruft. Die Therapieempfehlungen der EULAR (European League Against Rheumatism) bzgl. der Medikation wurden von Referenten kritisch betrachtet, da MTX die Lebensqualität einschränkt, aber nicht an den Problemen der Patienten, wie der Enthesitis wirksam wird. So seien die Therapieempfehlungen der GRAPPA-Kriterien (Group for Research and Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis) deutlich individueller und berücksichtigten die unterschiedlichen Probleme der Patienten.

Bei den Autoimmun-Myositiden wurden in den letzten Jahren viele neue Antikörper gefunden, bei deren Vorhandensein es auch zu sehr schlechten Prognosen (letale Lungenerkrankungen innerhalb weniger Monate) kommen kann.

Bei der systemischen Sklerose hat man herausgefunden, dass 40% der Patienten eine Malabsorption von Fructose haben. Bei einer entsprechenden Diät trat eine erhebliche Besserung der Symptomatik auf.

Darüber hinaus gab es Wirksamkeitsstudien der Physikalischen Therapie (Vibrationstherapie bei Sklerodermie, wassergefilterte Infrarot A-Hyperthermie und serielle Ganzkörperkryotherapie bei R.A.), die bewegungserweiternde, immun-stimulierende bzw. schmerzlindernde Wirkungen haben.

Auch in diesem Jahr war es also wieder spannend und es gab sehr viel Neues zu hören.

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