Wirbelgleiten

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Teil 2:
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Teil 3: (dies ist der letzte Teil)
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Leseprobe:

Bei dem als Wirbelgleiten bezeichneten Krankheitsbild handelt es sich um eine leichte bis schwere Instabilität der Wirbelsäule, die auf eine Schädigung innerhalb eines Wirbelsäulensegmentes zurückzuführen ist. Dabei kommt es zum Gleiten eines Wirbelkörpers mit seinen Bogenwurzeln, Querfortsätzen und oberen Gelenkfortsätzen (und damit auch mit der darüber gelegenen Wirbelsäule) über den nächsttieferen Wirbel nach vorne.
Zu Anfang besteht eine (Spondylolyse), d.h. eine Unterbrechung des Wirbelbogens (am Interartikularportion zwischen Processus articularis superior und inferior). Sie kann manchmal einseitig bestehen, überwiegend tritt sie aber beidseitig auf.
Im weiteren Verlauf kann diese Unterbrechung zu einer Veränderung der gesamten Mechanik und darüber hinaus zu einer Hypermobilität, d.h. zu einer Beweglichkeit weit über das physiologische Bewegungsausmaß der Wirbelsäule hinausgehend, führen. Häufige Folge ist die Entstehung einer Spondylosisthesis, einer ausgeprägten Ventralverschiebung und Verkippung des kranialen Wirbels im erkrankten Segment (Olisthese).
Ein Gleitwirbel wird so bezeichnet, weil er aus der Achsenebene der Wirbelsäule “herausgleitet”, was sich beim Vornüberbeugen oder bei Überstreckung der Wirbelsäule noch verstärken kann. Da der Wirbel über seine Gelenkfortsätze mit den anderen Wirbeln in Verbindung steht, verschieben sich dementsprechend auch die darüber liegenden Wirbel mehr oder weniger mit. Es ist im Endeffekt also nicht so, dass sich nur ein einzelner Wirbel aus der Achse herausschiebt.

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