Sehnenscheiden Entzündungen am Handgelenk

erkennen und behandeln

Ein Artikel von Frau Rebecca Groth.

Erschienen in der Fachzeitschrift "Medizinisch-Orthopädische Technik", Ausgabe 03/2016.


Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift M.O.T. – Medizinisch orthopädische Technik.
Link: medizin.mgo-fachverlage.de

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Leseprobe

Einleitung
Sehnenscheidenentzündungen oder auch Tendovaginitiden sind im Bereich der Sehnenscheiden am Handgelenk ein häufig vorkommendes Krankheitsbild. Die häufigsten Behandlungsformenlautdergängigen Literatur sind
Ruhigstellung, Injektionen oder Operationen. Doch auch vor einer Operation am Sehnenfach, können Patienten bei Ergo-, Physio- oder Handtherapeuten vorstellig werden. Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine therapeutische Intervention nicht bereits als weitere konservative Behandlungsmaßnahme vor einer möglichen Operation sinnvoll wäre und diese vielleicht sogar unnötig machen kann.

Zwar gibt es hierzu kaum Studienergebnisse, doch belegen Einzelfallstudien aus dem englischsprachigen Raum, dassgezielte therapeutische Interventionen auch bei Tendovaginitiden durchaus erfolgversprechend sein können.

Der anatomische Aufbau der Sehnenscheiden
Um das Krankheitsbild aber mit seinen Strukturen verstehen zu können, gilt es zunächst einmal, die Anatomie zu verstehen.
Von der grundlegenden Struktur her sind Sehnenscheiden sehr ähnlich wie Gelenkkapseln aufgebaut. Sie haben eine äußere fibröse Schicht, die zur Stabilität des Systems und zum Schutz vor äußeren Einwirkungen angelegt ist. Diese äußere Schicht ist an den knöchernen Strukturen verankert und gibt somit den Sehnen einen Führungskanal, der siebei allenBewegungen in Position hält.Die innere Synovialmembran dagegen bildet das Sehnengleitlager.
Sie ist als geschlossene Doppellamelle angelegt, in der sich die Synovialflüssigkeit befindet. Die Sehne ist an der inneren Doppellamelle angewachsen und gleitet durch die Sehnenscheide, indem sich das innere Blatt der Synovialmembran über das äußere Blatt der Synovialmembran verschiebt. Für dieses Gleiten hat das Innere der Sehnenscheide einen Bereich, der sich beim Gleiten der Sehne umstülpen und somit das feste umhüllende Gewebe verlassen kann. Auf diese Weise ist ein reibungsfreies Gleiten der Sehne über die Gelenke möglich [3]. Die Sehnen verlaufen am Handgelenk durch 6 dorsal und 3 palmare Sehnenfächer. Je nach Lage der Sehnenfächer und der Belastung der zugehörigen Muskeln, sind die Belastungen in den einzelnen Fächern sehr unterschiedlich.

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