Handwurzelknochen

Ein Artikel von Prof. Dr. med. Hossein Towfigh

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Leseprobe:

Die klinische Bedeutung der Luxationen und Luxationsfrakturen der Handwurzelknochen kommt nicht zuletzt durch die große Zahl von übersehenen und nicht adäquat behandelten Verletzungen zum Ausdruck. Das Gefüge der Handwurzelknochen ist untereinander sowie zum Radius und zur Ulna, aber auch zum Mittelhandknochen hin durch straffe Bänder stabilisiert. Dies ermöglicht einerseits eine differenzierte Funktion und verhindert andererseits die Luxation. Der Luxation oder
Fraktur am Handwurzelknochen gehen deshalb schwere Quetsch-, Scher- und Stauchungstraumen voraus. Während isolierte Luxationen und Frakturen der distalen Reihe der Handwurzelknochen sehr selten vorkommen, sind Verletzungen oder Brüche an der proximalen Reihe hingegen bekannte Krankheitsbilder. Bei mehrfachverletzten Patienten oder auch bei unzureichenden diagnostischen Hilfsmitteln können diese Verletzungen übersehen werden. Zur Beurteilung und Diagnosestellung ist neben der Anamnese und dem klinischen Befund die Kenntnis der Anatomie und Stellung der Handwurzelknochen und eine genaue Röntgenanalyse unerläßlich. Grundsätzlich können Luxationen in den 3 Hauptgelenkflächen [2] vorkommen (Luxatio radiocarpea, mediocarpea und carpometacarpea), wobei selten die Luxation allein, häufiger dagegen Luxationsfrakturen beobachtet werden

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