Der chronische Schmerzpatient

in der modernen physio-und ergotherapeutischen Handtherapie

Ein Artikel von Frau Andrea Zander, erschienen in der Fachzeitschrift "Medizinisch-Orthopädische Technik", Ausgabe 05-06/2016.

Den kompletten Artikel finden Sie hier [385 KB] .

Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift M.O.T. – Medizinisch orthopädische Technik.
Link: medizin.mgo-fachverlage.de

Leseprobe:

Einleitung
Was Sie für mich tun können? Nichts können Sie tun, gar nichts. Ichweiß gar nicht,was das hier soll, das hat doch sowieso keinen Sinn. Mein Hauptproblem? Ich habe SCHMERZEN, ich weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht, dieser Arm (und dabei zeigt die Patientin mit der Diagnose CRPS, Zustand nach distaler Radiusfraktur, verächtlich auf ihre rechte Hand, die reglos in ihremSchoß liegt) ist zu nichts mehr zu gebrauchen; der tut nur noch weh, eigentlich kann der weg. Alle denken schon, ich spinne, weil ich nichtsmehr tun kann.Meine Kinder wollten, dass ich hierher komme, weil sie es sich nicht mehr mit ansehen können, die haben ja keine Ahnung.“

Solche komplexen und chronischen Schmerzproblematiken stellen Therapeuten wie Ärzte vor eine große Herausforderung. Wie ist es dennoch möglich, eine effiziente und für den Patienten befriedigende Therapie aufzubauen? Grundlage für die Behandlung sind zunächst einmal fundierte Kenntnisse über die Schmerzentstehung und deren strukturellen, funktionellen und emotionalen Folgeerscheinungen Auch die gute und effiziente Kommunikation zwischen allen Beteiligten spielt eine wichtige Rolle, denn chronische Schmerzpatienten fühlen sich ab einem gewissen Zeitpunkt der Dauer ihrer Schmerzen nicht mehr ernst genommen. Sie hören Sätze wie: „Rein medizinisch sind Sie gesund, alle Befunde sind normal und naja,mit Einschränkungen müssen Sie lernen zu leben“. Wie behandeln wir Physio- und Ergotherapeuten befundorientiert chronische Schmerzen in der Therapie und welche Therapiemaßnahmen setzenwir dabei gezielt ein?

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