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Schmerzen verlernen

Anleitung und Übungen zur Selbsthilfe

Die erfolgreichen Techniken der psychologischen Schmerzbewältigung

2011. 1. Aufl. Brosch. 156 S. 85 Abb.

Autorin: Dr. phil. Jutta Richter

Verlag: Springer

ISBN 978-3-642-16848-2

Über dieses Buch:

Neuer Ratgeber für Schmerzpatienten zeigt Übungen, die helfen, Schmerzen eigenständig zu bewältigen und erklärt den Zusammenhang von Gedächtnis, Psyche und Schmerz.

Oft bleibt der Schmerz, obwohl die organische Ursache längst behoben ist. Dass Schmerzen sich tatsächlich derart verselbständigen können, hat die Schmerzforschung der letzten Jahre erwiesen: Sich immer wiederholende Schmerzsignale hinterlassen im Gehirn Gedächtnisspuren, das sogenannte „Schmerzgedächtnis“ entsteht. Oft kommen eine negative Gefühlslage und ein Rückzug im sozialen Bereich hinzu – beides erhöht die Aufmerksamkeit auf den wahrgenommenen Schmerz und verstärkt ihn damit zusätzlich. Schätzungen nach sind in Deutschland bis zu 14 Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen. In dem neuen Ratgeber Schmerzen verlernen – Die erfolgreichen Techniken der psychologischen Schmerzbewältigung von Springer Medizin finden Betroffene Anleitung und Übungen zur Selbsthilfe.

„Bei chronischen Schmerzen gibt es eine echte Alternative zur Medikamenteneinnahme: Einfach zu erlernende Techniken können helfen, den Schmerz in den Griff zu bekommen.“, so Dr. Anna Krätz, Senior Editorin bei Springer Medizin „Das ist immer noch zu wenig bekannt. Wir wollen mit diesem Ratgeber Schmerzpatienten informieren und ihnen konkrete Instrumente zum Umgang mit ihrer Situation an die Hand geben. Mit den vorgestellten Übungen und dem vermittelten Hintergrundwissen können sie ihren Schmerz aktiv angehen. Und das alles einfach von zu Hause aus. “ Die Autorin des Ratgebers, Dr. Jutta Richter, zeigt, wie man das Schmerzgedächtnis erfolgreich umprogrammieren und die Aufmerksamkeit vom Schmerz ablenken kann. So wird die Basis für ein deutlich reduziertes Schmerzerleben gelegt.

Zunächst klärt der Ratgeber darüber auf, was chronische Schmerzen sind und wie sie entstehen. Gleichzeitig räumt er mit zu hohen Erwartungen auf: Realistisch gesehen kann ein chronifizierter Schmerz um 30 bis 60 Prozent verringert werden – das aber auf Dauer, wenn der vorgestellte Weg konsequent gegangen wird. Im Anschluss beschreibt die Autorin genau, wie die jeweiligen Techniken und Übungen wirken. Jede Übung wird schrittweise durchgegangen, so dass der Leser sie leicht nachmachen kann. Die vorgestellten Techniken reichen von Veränderungen im Denken und Erleben über Ruhe- und Entspannungstechniken bis hin zu Selbsthypnose und dem sogenannten Genusstraining. Außerdem wird der Leser zur täglichen Bewegung angeleitet, einem absoluten Muss in der Schmerztherapie. Ein Schmerzprotokoll, das als Kopiervorlage beiliegt, unterstützt im täglichen Üben und begleitet den Prozess der Schmerzbewältigung.

Der Titel eignet sich für alle Schmerzpatienten, die ihre Schmerzen aktiv angehen wollen, und für alle Therapeuten, die ihre Patienten dabei unterstützen möchten.

Dr. phil. Jutta Richter ist Psychologin und Physiotherapeutin. Sie arbeitet seit 20 Jahren mit Patienten mit chronischen Schmerzen in Klinik und eigener Praxis. Jutta Richter hält außerdem regelmäßig Fortbildungen, Kurse und Vorträge zum Thema „Schmerz, Stressverarbeitung und Kommunikation“.

Die Autorin steht für Expertengespräche zur Verfügung.

Buchbesprechung der AFH:

das Buch „Schmerzen verlernen von Jutta Richter" wird von der Akademie für Handrehabilitation als sehr empfehlenswert bewertet.
Im Buch wird das Thema „Schmerzbewältigung“ übersichtlich, strukturiert und gut verständlich dargestellt.
Sehr gut finden wir in diesem Zusammenhang auch die vielen praktischen Übungsbeispiele.
Die Abbildungen sind sehr detailliert und somit eine ideale Vorlage, um die aufgezeigten Übungen, bzw. Behandlungsvorgehensweisen in die Praxis umzusetzen. Für die Zukunft würden wir allerdings Farbfotographien empfehlen.
Wir empfehlen dieses Buch allen Therapeuten und Ärzten, um es Patienten mit chronischen Schmerzen als ergänzende Therapiehilfe vorzuschlagen.
Somit wünschen wir der Autorin viel Erfolg und bedanken uns für dieses vorbildliche Lehrbuch.

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